Es wird unterschieden zwischen einer Lese- und Rechtschreibstörung (F81.0), einer isolierten Rechtschreibstörung (F81.1) und einer Rechenstörung (F81.2).
 
Diese Störungen haben gemeinsam, dass sie nicht allein durch eine allgemeine Intelligenz- minderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar sind. Es handelt sich also um eine Minderleistung in einem Bereich bei sonst normaler Begabung. Etwa 5 Prozent aller Kinder eines Jahrgangs sind von Legasthenie bzw. Dyskalkulie betroffen. Lese-und Rechtschreib- bzw. Rechenstörungen zeigen sich in der Regel bereits in der Grundschulzeit. Normale Nachhilfe behebt nicht die umfangreiche Problematik.
 
Rechenstörung betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten.
 
Die kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten (F81.3) meint die deutliche Beeinträchtigung der Rechen- und der Lese- Rechtschreibfähigkeiten. Auch die
kombinierte Störung ist nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung
oder eine unangemessene Beschulung erklärbar.